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Entscheidungen treffen

 

Täg­lich tref­fen wir be­wusst und un­be­wusst jede Menge Ent­schei­dun­gen, For­scher spre­chen von 20.000 Ent­schei­dun­gen pro Tag. Die Viel­falt der Mög­lich­kei­ten, die zu­neh­men­de Kom­ple­xi­tät durch Di­gi­ta­li­sie­rung und Glo­ba­li­sie­rung und nicht zu­letzt auch ge­ra­de die un­si­che­re Lage durch die Fol­gen der Co­ro­na-Krise bringt Füh­rungs­kräf­te im Mo­ment in Aus­nah­me­zu­stän­de bis hin zur Re­si­gna­ti­on.

Woran liegt es im De­tail und ge­ra­de jetzt, dass immer mehr Men­schen in die Über­las­tung kom­men? Warum füh­len sie sich nicht mehr in der Lage zu ent­schei­den, ge­ra­de, wenn es am nö­tigs­ten ist?  

Läh­mung durch Ver­zweif­lung

Klingt dra­ma­tisch, ist es auch. Feh­len­de Mit­ar­bei­ter, feh­len­de Roh­stof­fe – nehme ich trotz­dem Auf­trä­ge an? Traue ich mei­nem Re­crui­ting zu, die feh­len­den Fach­kräf­te zu be­kom­men? Zahle ich un­ver­schäm­te Prei­se, um lie­fer­fä­hig zu blei­ben? Sprin­gen die Kun­den ab, weil ich die Dienst­leis­tung in schlech­te­rer Qua­li­tät er­brin­ge oder Pro­dukt­lie­fer­ter­mi­ne nicht ein­hal­te? Blei­be ich dann auf Ma­te­ri­al sit­zen? Schlie­ße ich eine Fi­lia­le, weil ich das Per­so­nal in an­de­ren nö­ti­ger brau­che? Was pas­siert dann mit Stamm­kun­den? Schaf­fe ich nächs­tes Jahr ver­lo­re­ne Kun­den wie­der­zu­ho­len?

Ein Di­lem­ma, für die es nur einen Weg gibt: Schnell ent­schei­den. Die Lage ist nicht kal­ku­lier­bar. Aber die Mit­ar­bei­ter be­nö­ti­gen ge­ra­de jetzt und des­we­gen star­ke Füh­rung. Und ein Merk­mal davon ist: Ent­schei­dun­gen tref­fen. Ob es die rich­ti­ge war, wird sich wei­sen. Doch schlim­mer wäre der Still­stand und Ver­lust von wei­te­ren Ar­beit­neh­mern.  

Was hält Ma­na­ger davon ab, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen?

  1. Ent­schei­dungs­druck: je mehr Druck, desto we­ni­ger fähig wer­den man­che Men­schen, sich zu ent­schei­den, aus Angst, das Fal­sche zu ma­chen.
  2. Man­geln­des Selbst­ver­trau­en: Kann ich über­haupt ent­schei­den? Also traue ich mir zu, diese Ent­schei­dung gut zu tref­fen?
  3. Man­geln­de Kom­pe­ten­zen: Keine oder keine kla­ren Vor­ga­ben zur Ent­schei­dungs­be­fug­nis durch die Un­ter­neh­mens­lei­tung.
  4. Man­geln­des Com­mit­ment im Füh­rungs­kreis: Ent­schei­dun­gen wer­den per­ma­nent in­fra­ge ge­stellt und schein­ba­re Fehl­ent­schei­dun­gen aus­ge­schlach­tet.

Unser Rat: Drin­gend Un­ter­stüt­zung holen – Be­ra­ter und Coa­ches kön­nen zwar keine Ent­schei­dun­gen fürs Un­ter­neh­men tref­fen – aber Struk­tur brin­gen sowie Für und Wider neu­tral ab­wä­gen, was in hoch­emo­tio­na­len Zei­ten we­ni­ger ziel­ge­rich­tet ge­lingt.   

Am 11.11. er­scheint dazu unser ers­ter ei­ge­ner Pod­cast mit dem Thema Ent­schei­dun­gen, mehr dazu in un­se­rem nächs­ten News­let­ter. Vor­her gerne Kon­takt zu uns auf­neh­men: team@karinbacher-consultants.de

Und hier zu un­se­rem Blog vom letz­ten No­vem­ber, der ak­tu­el­ler denn je ist. Mit Tipps, wie Füh­rungs­kräf­te ein­fa­cher Ent­schei­dun­gen tref­fen kön­nen: www.karinbacher-consultants.de/index.php/aktuelles/blog/post/23/die-angst-vor-entscheidungen

Agile Führungskräfte – Umgang mit Ängsten

Coaching

 

Die Ein­füh­rung von agile Ma­nage­ment­me­tho­den in Un­ter­neh­men hilft, die Ent­wick­lung in­no­va­ti­ver Ge­schäfts­mo­del­le vor­an­zu­brin­gen. Diese Me­tho­den un­ter­stüt­zen die un­ter­neh­me­ri­sche Hand­lungs­fä­hig­keit, be­son­ders dann, wenn An­for­de­run­gen oder Lö­sungs­an­sät­ze nicht klar de­fi­niert sind. As­so­zi­iert wer­den agile Ma­nage­ment­me­tho­den mit einer „be­weg­li­chen, fle­xi­blen und schnel­len Ar­beits­wei­se“. 

Neue Me­tho­den und damit ver­bun­den eine an­de­re Art der Füh­rung stel­len Mit­ar­bei­ter eines Un­ter­neh­mens oft vor Her­aus­for­de­run­gen. Füh­rungs­kräf­te sind bei der Ein­füh­rung in be­son­de­rer Art und Weise be­trof­fen, da ihnen von der Ge­schäfts­füh­rung Ver­ant­wor­tung und Kom­pe­ten­zen über­tra­gen wur­den und sie im bes­ten Fall selbst den per­sön­li­chen An­spruch haben, Her­aus­for­de­run­gen an­zu­neh­men und um­zu­set­zen. Sie füh­len sich durch agile Me­tho­den um ihre Füh­rungs­rol­le und Selbst­wirk­sam­keit be­raubt.

Ei­ge­ne Res­sour­cen ken­nen

Jeder Ein­zel­ne kann auf ein Sam­mel­su­ri­um un­ter­schied­li­cher Cha­rak­ter­merk­ma­le zu­rück­grei­fen. Au­ßer­dem neh­men Men­schen un­ter­schied­li­che Rol­len ein und in­ner­halb die­ser Rolle han­deln sie mit den ihnen zur Ver­fü­gung ste­hen­den Per­sön­lich­keits­merk­ma­len.Klas­si­sche Füh­rungs­kräf­te (nach­zu­le­sen bei Bles­sin & Wick) gehen davon aus, dass sie in ihrer Rolle als Füh­rungs­kraft ra­tio­na­ler, selbst­be­stimm­ter und nut­zungs­ori­en­tier­ter han­deln wie Per­so­nen, die keine Füh­rungs­po­si­ti­on in­ne­ha­ben. 

Wel­che grund­sätz­li­che Rich­tung unser Leben und damit der be­ruf­li­che Le­bens­weg nimmt, wird durch die per­sön­li­che Ent­schei­dung be­ein­flusst. Ganz un­ab­hän­gig davon ist selbst­ver­ständ­lich nicht alles ab­hän­gig von der Ent­schei­dung eines Ein­zel­nen. Äu­ße­re Fak­to­ren wie mit einem An­ge­bot zum rich­ti­gen Zeit­punkt am rich­ti­gen Ort zu sein, lie­gen nicht aus­schlie­ß­lich in der Hand des Ein­zel­nen. Per­so­nen, die die­sen Tat­be­stand ver­in­ner­licht haben, be­wer­ten Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten wie Be­schei­den­heit, An­pas­sungs­fä­hig­keit oder En­ga­ge­ment oft an­ders wie Per­so­nen, die davon über­zeugt sind, dass alle Er­geb­nis­se in Ab­hän­gig­keit der per­sön­li­chen Ent­schei­dun­gen lie­gen. Diese Art des Macht­den­kens kol­li­diert mit dem agi­len Ge­dan­ken.

Diese Ge­dan­ken sol­len nicht „Tür­öff­ner“ sein, die Macht der ei­ge­nen Ent­schei­dung klein­zu­re­den, son­dern ein Bei­spiel dafür, dass un­ter­schied­li­che Per­sön­lich­keits­merk­ma­le an­de­re Be­wer­tun­gen, Ent­schei­dun­gen und Han­deln be­wir­ken. Die „Rolle“ einer Per­son wird bei „Bles­sin & Wick“ durch drei rol­len­theo­re­ti­sche An­sät­ze un­ter­schie­den: der struk­tu­ra­lis­ti­sche, der funk­tio­na­lis­ti­sche und der sym­bo­li­sche An­satz. Der struk­tu­ra­lis­ti­sche An­satz be­inhal­tet, dass ver­schie­de­ne Er­war­tun­gen an eine be­stimm­te „Rolle“ ge­stellt wer­den. Diese Er­war­tun­gen kom­men im Falle einer Füh­rungs­kraft zum einen von un­ter­stell­ten gleich­ge­stell­ten und über­ge­ord­ne­ten Kol­le­gen, Re­geln, Ge­wohn­hei­ten, Lie­fe­ran­ten, Kun­den, Fa­mi­li­en­mit­glie­dern oder an­de­ren so­zia­len Kon­tak­ten. 

Be­reits hier fällt auf, dass die so­ge­nann­ten Er­war­tungs­trä­ger sehr un­ter­schied­lich sind und damit auch die Er­war­tun­gen an die Per­son, die diese Rolle aus­füllt. Es wurde wis­sen­schaft­lich viel­fach dar­auf ein­ge­gan­gen, dass durch das Aus­fül­len der un­ter­schied­li­chen Er­war­tun­gen ein hohes Kon­flikt­po­ten­zi­al für Füh­rungs­kräf­te be­steht.

Ver­än­de­rung sorgt für Ängs­te bei Füh­rungs­kräf­ten

Be­trach­tet man die üb­li­chen Ängs­te von Füh­rungs­kräf­ten und stellt diese in Ver­bin­dung mit agi­len Ma­nage­ment­me­tho­den so ste­hen die dabei ent­ste­hen­den Ängs­te oft im Zu­sam­men­hang, mit dem oben be­schrie­be­nen vor­han­de­nen Po­ten­zi­al. Es kom­men je­doch neue Her­aus­for­de­rung und damit neue Ängs­te auf die Füh­rungs­kräf­te zu. 

Wenn ein Un­ter­neh­men agile Me­tho­den ein­führt, ent­ste­hen neue Rol­len, die die un­ter­schied­li­chen Team-Mit­glie­der der Or­ga­ni­sa­ti­on an­neh­men. Da­durch er­hal­ten alle neue Auf­ga­ben. Im Zuge des­sen ver­än­dert sich die Füh­rungs­rol­le, Macht muss ab­ge­ge­ben wer­den und Sta­tus­sym­bo­le ent­fal­len, bei den Füh­rungs­kräf­ten ent­ste­hen Ängs­te be­züg­lich ihres Macht- und Sta­tus­ver­lus­tes.

Die Füh­rungs­kraft soll bei­spiels­wei­se bei der Ein­füh­rung von Scrum die Rolle des Coachs über­neh­men. Die grund­le­gen­de Auf­ga­be der Füh­rungs­kraft ist die Neu­ori­en­tie­rung und Aus­rich­tung des Teams oder einer Or­ga­ni­sa­ti­on. Hier­bei soll die agile Füh­rungs­kraft die Mit­ar­bei­ter coach­ori­en­tiert füh­ren und nicht nach einer „Com­mand und Con­t­rol Denk­wei­se“ han­deln. Dazu ist viel­fach eine an­de­re Art und Weise im Um­gang mit den Mit­ar­bei­tern not­wen­dig.

Ein coach­ori­en­tier­te Füh­rung ba­siert auf der rich­ti­gen Fra­ge­stel­lung, nicht aus Vor­ga­ben. Die agile Füh­rungs­kraft muss sich nun in den Dienst des Teams stel­len und darf nicht über­ge­ord­net ent­schei­den. Zu­sätz­lich soll­te sie aus einer Hal­tung des Wol­lens und Dür­fens und nicht des Müs­sens her­aus han­deln. Diese Her­aus­for­de­rung einer neuen Art der Füh­rung kann zur Über­for­de­rung füh­ren. Die Füh­rungs­kraft hat in der Ver­gan­gen­heit nicht auf Be­schei­den­heit und An­pas­sungs­fä­hig­keit ge­setzt, sie hat auf die vor­han­de­nen Per­sön­lich­keits­merk­ma­le Ent­schei­dungs­stär­ke und Ori­en­tie­rung ge­setzt und war damit er­folg­reich. Eine Ad-hoc Um­stel­lung fällt schwer und löst Ängs­te aus. 

Per­sön­li­cher Ver­än­de­rungs­wil­le der Füh­rungs­kräf­te er­folgs­ent­schei­dend

Agile Me­tho­den die­nen dazu, krea­ti­ves und fle­xi­bles Ar­bei­ten neu zu de­fi­nie­ren, es ent­ste­hen neue Ziele und Rol­len in­ner­halb eines Teams. Ziel ist, In­ter­es­sens­kon­flik­te zu re­du­zie­ren und im neu ge­bil­de­ten Team sol­len Be­ga­bun­gen und Stär­ken wie­der mehr be­rück­sich­tigt wer­den. Das ge­for­der­te Set­ting un­ter­schei­det sich je­doch we­sent­lich vom Set­ting einer hier­ar­chi­schen Struk­tur, in wel­cher üb­li­cher­wei­se die klas­si­schen Chefs han­deln und ent­schei­den. Daher gilt der per­sön­li­che Ver­än­de­rungs­pro­zess der Füh­rungs­kraft als we­sent­li­cher Be­stand­teil des Er­fol­ges bei der Ein­füh­rung von agi­len Ma­nage­ment­me­tho­den. 

Wobei hier die Frage ge­stellt wer­den muss, ob durch die Rol­len­ver­än­de­rung und das Kon­flikt­po­ten­zi­al der un­ter­schied­li­chen Rol­len­er­war­tun­gen diese Auf­ga­be über­haupt un­vor­be­rei­tet und ziel­füh­rend von einer Füh­rungs­kraft über­nom­men wer­den kann. Der grund­le­gen­de An­spruch an die Füh­rungs­kraft, die nun z. B. als Coach be­zeich­net wird, ist, dass sie die not­wen­di­ge Wis­sens­trans­pa­renz für alle Team-Mit­glie­der zur Ver­fü­gung stellt und Ver­ant­wor­tung ab­gibt. Hier ste­hen die Füh­rungs­kräf­te in einem Kon­flikt mit ihrem alten Rol­len­bild als Ent­schei­der. Viele Füh­rungs­kräf­te er­le­ben bei die­sem Rol­len­wech­sel ein Wech­sel­bad der Ge­füh­le, es ent­ste­hen Ängs­te, eine davon ist die Angst vor Ver­lust von Au­to­ri­tät und Kon­trol­le. Hinzu kom­men so­zia­le Ängs­te, dass man zu­künf­tig auf der glei­chen Hier­ar­chie­stu­fe mit sonst un­ter­stell­ten Mit­ar­bei­tern steht. 

Be­glei­tet wird die­ser Tat­be­stand davon, dass der Füh­rungs­kraft bei der Ein­füh­rung neuer agi­ler Ma­nage­ment­me­tho­den kein aus­rei­chen­des Wis­sen zur Ver­fü­gung steht, wel­che Funk­tio­nen und Auf­ga­ben sie in der Rolle des Coa­ches haben und worin der Un­ter­schied zwi­schen Coach und klas­si­scher Füh­rung lie­gen. Au­ßer­dem ent­wi­ckeln sie Be­fürch­tun­gen, den An­for­de­run­gen, nicht ge­recht wer­den zu kön­nen. Durch die Trans­for­ma­ti­on wer­den Ängs­te aus­ge­löst und Wi­der­stän­de ent­ste­hen. Von der Füh­rungs­kraft wird ge­for­dert, sich per­sön­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Der Auf­ga­ben­be­reich der Füh­rungs­kraft ist je­doch meist aus­ge­füllt. Ohne gutes Selbst­ma­nage­ment mit kla­ren Prio­ri­sie­run­gen wird dies nicht funk­tio­nie­ren.

Eine Lö­sung, um Rol­len­kon­flik­te und auf­kom­men­de Ängs­te, die bei der Ein­füh­rung agi­ler Ma­nage­ment­me­tho­den ent­ste­hen zu mi­ni­mie­ren ist, die Hin­zu­nah­me und Ver­mitt­lung der neuen Me­tho­de durch einen er­fah­re­nen in­ter­nen oder ex­ter­nen Coach. Und selbst­ver­ständ­lich im Vor­feld ein gut be­glei­te­ter Ver­än­de­rungs­pro­zess mit pro­fes­sio­nel­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on. So­bald agile Ma­nage­ment­me­tho­den pro­fes­sio­nell ein­ge­führt wer­den, kommt ihr gro­ßes Po­ten­zi­al zum Tra­gen und Un­ter­neh­men pro­fi­tie­ren von den dar­aus neu ent­ste­hen­den Lö­sungs­kon­zep­te, die zur tat­säch­li­chen Ent­wick­lung und dem er­folg­rei­chen Fort­be­stand des Un­ter­neh­mens bei­tra­gen.

Gerne hilft Ihnen dabei das Team rund um Karin Ba­cher, er­fah­ren in der Ein­füh­rung agi­ler Ma­nage­ment­me­tho­den, wei­ter: team@​karinbacher-​consultants.​de

Kann man Resilienz trainieren?

 

Re­si­li­enz be­deu­tet Spann­kraft, Stra­pa­zier­fä­hig­keit und Elas­ti­zi­tät eines Ma­te­ri­als und des­sen Fä­hig­keit, nach einer Ver­for­mung wie­der die Aus­gangs­form an­zu­neh­men. Und sie um­schreibt die psy­chi­sche Wi­der­stands­kraft einer Per­sön­lich­keit, wes­halb sie gerne auch als „see­li­sches Im­mun­sys­tem“ be­zeich­net wird. Wer dar­über ver­fügt, kann mit Stress und men­ta­len Be­las­tun­gen bes­ser um­ge­hen, wird auch aus schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen immer wie­der Aus­we­ge fin­den, ohne in Frust zu ver­sin­ken.

Trai­ning macht stark 

Um die ein­gangs ge­stell­te Frage gleich zu be­ant­wor­ten: Ja, Re­si­li­enz ist trai­nier­bar und lässt sich durch­aus wei­ter­ent­wi­ckeln. Ein mög­li­ches ge­ne­ti­sches De­fi­zit an Re­si­li­enz kann durch ge­ziel­tes Trai­ning aus­ge­gli­chen wer­den und zu einer sta­bi­le­ren Per­sön­lich­keit füh­ren, die sich von Be­las­tun­gen – so­wohl im Pri­vat- wie im Be­rufs­le­ben – nicht so schnell aus dem Gleich­ge­wicht brin­gen lässt. Zu­nächst ist fest­zu­stel­len, wel­ches die (Stress-)Fak­to­ren sind, die einen Man­gel an Re­si­li­enz be­din­gen – und dar­aus las­sen sich die rich­ti­gen Trai­nings­me­tho­den ab­lei­ten. Das Ziel ist kei­nes­wegs, Kri­sen ein­fach zu igno­rie­ren und auf Ab­stump­fung zu set­zen, son­dern be­wusst die Pro­ble­me an­zu­neh­men und dar­aus eine grund­sätz­lich po­si­ti­ve, lö­sungs­ori­en­tier­te Hal­tung zu ent­wi­ckeln.

In­di­vi­du­el­le Aus­gangs­si­tua­tio­nen er­for­dern in­di­vi­du­el­le Lö­sun­gen

An­lei­tun­gen in Bü­chern und in On­line-Rat­ge­bern, wie man seine Re­si­li­enz stei­gern kann, schie­ßen der­zeit wie Pilze aus dem Boden. Häu­fig mit Hin­wei­sen auf die „sie­ben Säu­len der Re­si­li­enz“ oder auf die „acht Re­si­li­en­z­bau­stei­ne“, mit Schlag­wor­ten wie „Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me“, „Ak­zep­tanz“, „Op­ti­mis­mus“ und „Netz­werk­ori­en­tie­rung“, deren Be­wusst­ma­chung zur Selbst­hil­fe an­re­gen soll. Übun­gen zur Re­fle­xi­on und Me­di­ta­ti­on kön­nen un­ter­stüt­zend wir­ken und durch­aus An­sät­ze sein auf dem Weg zu einer re­si­li­en­te­ren Le­bens­ein­stel­lung. Al­ler­dings auch hier gilt: Jeder hat seine ei­ge­ne Art und Grün­de, warum er wie mit Stress um­geht. Rat­ge­ber kön­nen wert­vol­le Im­pul­se geben. Doch bei aku­ten Pro­ble­men im Um­gang mit Stress­fak­to­ren, wel­che die Be­last­bar­keit eines Men­schen ein­schrän­ken kön­nen, ist die in­di­vi­du­el­le Be­schäf­ti­gung mit der Per­sön­lich­keit und der je­wei­li­gen Si­tua­ti­on un­ver­zicht­bar. Unser 2019 ins Leben ge­ru­fe­ne An­ge­bot „Mind­ful Busi­ness Life“ (erste Ein­bli­cke unter www.​mindful-​business-​life.​de) be­glei­tet den Pro­zess einer po­si­ti­ven An­pas­sung und un­ter­stützt bei der Be­wäl­ti­gung von ne­ga­ti­ven Ein­fluss­fak­to­ren, denen alle Men­schen mehr oder we­ni­ger stark aus­ge­setzt sind. Wei­te­re Fra­gen be­ant­wor­tet gerne unser Team: team@karinbacher-consultants.de

 

Warum nur bin ich nicht zufrieden?

Coaching bei Unzufriedenheit

 

Gut be­zahl­ter Job, nette Freun­de, glück­li­che Fa­mi­lie, Häus­chen – ei­gent­lich alles da, was man braucht, um zu­frie­den zu sein. Den­noch gibt es Men­schen, die eine la­ten­te Un­zu­frie­den­heit plagt. Ur­sa­chen dafür gibt es viele: bei­spiels­wei­se, dass man – oft in der Le­bens­mit­te – fest­stellt, das Leben an­de­rer zu leben. Also le­dig­lich Er­war­tun­gen von außen ge­recht zu wer­den und gar nicht mehr zu  wis­sen, was man selbst ei­gent­lich will. Oder das Leben ist ein­fach zu be­quem ge­wor­den – man wird satt und faul vom immer glei­chen Rhyth­mus ohne Höhen und Tie­fen. Aber auch ein über­trie­be­ner Per­fek­tio­nis­mus kann die Ur­sa­che für Un­zu­frie­den­heit sein. Men­schen, die sehr per­fek­tio­nis­tisch ver­an­lagt sind, ste­hen sich selbst mit ihrer Er­war­tungs­hal­tung im Weg: Die Stufe der Zu­frie­den­heit zu er­rei­chen ist für sie kaum mög­lich.  

Wir emp­feh­len, auf diese Un­zu­frie­den­heit zu hören, denn sie ist ein Hin­weis, ein Im­puls von innen, etwas zu än­dern. Wer nicht die Chan­ce nutzt, über sich und sein Leben nach­zu­den­ken, über­trägt seine un­zu­frie­de­ne Hal­tung auf alle Le­bens­be­rei­che. Die Un­lust am Job kann durch stän­di­ge schlech­te Laune der Har­mo­nie mit Fa­mi­lie und Freun­den scha­den. Im schlimms­ten Fall be­ginnt ein Teu­fels­kreis.

 

Be­trach­ten wir die mög­li­chen Ur­sa­chen von Un­zu­frie­den­heit etwas ge­nau­er:

Was tun gegen Un­zu­frie­den­heit?

1. Ur­sa­chen­ana­ly­se

Es gibt ver­schie­de­ne Me­tho­den, die uns bei der Selbst­re­fle­xi­on un­ter­stüt­zen. Oft ist es rat­sam, eine neu­tra­le Per­son  hin­zu­zu­zie­hen. Un­se­re Coa­ches emp­feh­len, sich zu­nächst Ge­dan­ken dar­über zu ma­chen, in wel­chen The­men- und Le­bens­be­rei­chen wir uns zu­rück­neh­men, nicht das tun, was uns Freu­de, Er­fül­lung und ein­fach ein gutes Ge­fühl gibt. Dann gilt es zu be­trach­ten, was genau un­zu­frie­den macht. Oft blei­ben un­se­re Kli­en­ten an die­ser Frage hän­gen. Sie kön­nen oder wol­len es nicht for­mu­lie­ren. Die Grün­de hier­für sind viel­sei­tig: Manch­mal will man vor sich selbst nicht zu­ge­ben, dass man das, was man tut, ei­gent­lich nicht tun will. Oder man schämt sich, nicht schon längst die In­itia­ti­ve er­grif­fen zu haben.Auf die erste und zwei­te Ana­ly­serun­de folgt die schrift­li­che Dar­le­gung des­sen, was man will, was man nicht will und was man wirk­lich braucht.

Bei­spie­le:

  1. Eine Füh­rungs­per­sön­lich­keit stellt fest, dass die ad­mi­nis­tra­ti­ve Seite der Po­si­ti­on über­haupt kei­nen Spaß macht und ist frus­triert. Statt­des­sen würde der Be­tref­fen­de viel lie­ber krea­tiv mit den Mit­ar­bei­tern In­no­va­tio­nen ent­wi­ckeln – die Zeit für Per­so­nal­ma­nage­ment also bes­ser, den ei­ge­nen Fä­hig­kei­ten gemäß, nut­zen.
  2. Ein Fach­ar­bei­ter macht seit acht Jah­ren einen sehr guten Job, er­hält Wert­schät­zung und ist zu­ver­läs­sig in der Qua­li­tät sei­ner Ar­beit. Er agiert sou­ve­rän in sei­ner Kom­fort­zo­ne. Aber genau das ist die Krux: Ihm feh­len Her­aus­for­de­run­gen, er lang­weilt sich in der immer wie­der­keh­ren­den Auf­ga­ben­stel­lung. Lie­ber würde er aktiv bei Pro­jek­ten mit­ar­bei­ten, die au­ßer­halb sei­ner Kern­auf­ga­be lie­gen.
  3. Ein Be­reichs­lei­ter hat alles er­reicht, Kar­rie­re, Re­pu­ta­ti­on … Im Coa­ching stellt er fest, dass er nie in diese Po­si­ti­on woll­te, mehr Zeit für sich, seine Hob­bys und die Fa­mi­lie an­strebt. Er hat nur Kar­rie­re ge­macht, weil dies von sei­nem Um­feld er­war­tet wurde – re­spek­ti­ve er ge­glaubt hat, es wäre er­war­tet wor­den.

Hier ein paar Fra­gen als An­re­gung, um den Ur­sa­chen der Un­zu­frie­den­heit auf den Grund zu gehen – und um damit wie­der zu­frie­den und für an­de­re um­gäng­li­cher zu wer­den:

  1. Was in mei­nem Leben (Beruf, Be­zie­hun­gen …) will ich ver­än­dern, traue mich aber nicht?
  2. Wer in mei­nem Um­feld frisst meine En­er­gie? Wel­che Um­stän­de, Si­tua­tio­nen fres­sen meine En­er­gie?
  3. Wer oder was hält mich davon ab, wirk­lich zu tun, was mir Freu­de be­rei­tet?
  4. Wel­che Men­schen und Um­stän­de geben mir Kraft?
  5. Wo­nach sehne ich mich wirk­lich und traue mich nicht, es zu den­ken oder aus­zu­spre­chen?

 

2. Die Si­tua­ti­on an­neh­men

Nach der Ana­ly­se den Ist-Zu­stand ak­zep­tie­ren – ja, ich bin un­zu­frie­den. Sich nicht grä­men mit „Hätt ich doch schon frü­her …“ Das bringt nichts. Nach vorne schau­en und zu Punkt 3 gehen.

Wir hören oft: „Wäre ich letz­tes Jahr schon zu Ihnen ge­kom­men, wäre ich heute schon glück­li­cher.“ Un­se­re Ant­wort: „Sie sind jetzt hier, weil jetzt die rich­ti­ge Zeit ist.“

 

3. Einen Plan zur Ver­än­de­rung er­stel­len

Ein­mal die Ur­sa­che ge­fun­den, gilt es, den nächs­ten Schritt an­zu­ge­hen – die Ver­än­de­rung. Sie kann viele Ge­sich­ter haben: Hal­tungs­än­de­rung, Ver­hal­tens­än­de­rung, Än­de­rung der äu­ße­ren Rah­men­be­din­gun­gen etc. Was kann ich än­dern? Was will ich bis wann än­dern, in wel­chen Schrit­ten? Wen brau­che ich dazu? Was be­nö­ti­ge ich dafür? Was lass ich sein? Wer ist mir wich­tig? Wen will ich nicht mehr sehen?Diese ty­pi­schen Fra­gen sol­len hel­fen, das per­sön­li­che Ziel zu er­rei­chen. Also die Mei­len­stei­ne de­fi­nie­ren auf dem Weg zur Zu­frie­den­heit. Manch­mal sind die Ver­än­de­run­gen gra­vie­rend und müs­sen gut vor­be­rei­tet oder in klei­ne­ren Schrit­ten voll­zo­gen wer­den.

 

4. Die Hal­tung än­dern 

Um uns selbst zu ak­zep­tie­ren, müs­sen wir mit ein paar Glau­bens­sät­zen ab­schlie­ßen und po­si­ti­ve for­mu­lie­ren:

  1.  Ich ver­glei­che mich nicht mit an­de­ren, son­dern be­ob­ach­te, was ich an­ders und bes­ser kann.
  2. Ich ak­zep­tie­re Dinge, die ich nicht än­dern kann.
  3.  Ich sehe po­si­ti­ve, schö­ne Dinge im Leben und fo­kus­sie­re mich auf meine Stär­ken und die der an­de­ren.
  4. Ich werde mir selbst ge­recht und nicht den an­de­ren.
  5. Meine Er­war­tun­gen an mich sind rea­lis­tisch und at­trak­tiv.
  6. Ich bin dank­bar für …
  7. Feh­ler sind Chan­cen, bes­ser zu wer­den.
  8. Ich mag mich, wie ich bin.
  9. Per­fek­ti­on be­deu­tet Still­stand – ein Stre­ben dahin ist also sinn­los.
  10. Ich bin stolz auf …

Wir emp­feh­len, diese Schrit­te in schrift­li­cher Form fest­zu­hal­ten und ggfs. auch zu vi­sua­li­sie­ren. Das Team von Karin Ba­cher Con­sul­tants un­ter­stützt mit Men­tal-Coa­ching, die Ur­sa­chen für Un­zu­frie­den­heit zu fin­den und in die Ver­än­de­rung zu kom­men: team@​karinbacher-​consultants.​de

 

Coachen, nicht ausbilden – eine Generation fordert andere Führung ein

 

Die Ge­ne­ra­ti­on Z ist in den Augen vie­ler äl­te­rer Men­schen die ego­is­tischs­te Ge­ne­ra­ti­on seit Lan­gem. Schein­bar dreht sich in deren Wahr­neh­mung alles nur um so­for­ti­ge Be­dürf­nis­be­frie­di­gung durch Net­flix, Ama­zon und Co. oder um täg­li­che Selbst­dar­stel­lung via In­sta­gram und Tik­Tok. Doch gleich­zei­tig be­wei­sen Be­we­gun­gen wie Fri­days for Fu­ture und Trends wie ve­ga­ne oder ve­ge­ta­ri­sche Le­bens­wei­se genau das Ge­gen­teil. Wie soll man mit die­sen jun­gen Men­schen, die ak­tu­ell in die Lehre oder ins duale Stu­di­um star­ten, best­mög­lich um­ge­hen? Grei­fen die tra­di­tio­nel­len Aus­bil­dungs­me­tho­den hier noch?

Da die jun­gen Er­wach­se­nen stän­di­ger Un­ter­hal­tung und Be­rie­se­lung durch die so­zia­len Me­di­en aus­ge­setzt sind, man­gelt es ihnen häu­fig an Ei­gen­ver­ant­wor­tung und Selbst­stän­dig­keit beim Ar­bei­ten. Dies be­kla­gen viele Aus­bil­der, die oft an ihre Gren­zen sto­ßen.

Auch der schu­li­sche Fron­tal­un­ter­richt mit wenig In­ter­ak­ti­on trägt zu die­ser Fehl­ent­wick­lung bei. Ex­em­pla­risch steht hier­für die in der Ge­ne­ra­ti­on Z weit­ver­brei­te­te Te­le­fon­angst: Durch stän­di­ges Tex­ten per Smart­pho­ne haben die Ju­gend­li­chen die Fä­hig­keit der di­rek­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on teil­wei­se ver­lernt und  Te­le­fon­ge­sprä­che zur Pro­blem­lö­sung nie wirk­lich geübt. Genau bei die­sen Pro­ble­men setzt der Coa­ching-An­satz in der Aus­bil­dung an. Mit­tels agi­ler Me­tho­den, wie bei­spiels­wei­se Scrum, sol­len die Azu­bis ei­gen­stän­dig ihre Kom­pe­ten­zen ent­wi­ckeln und so zu selbst­stän­di­gen und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ten Mit­ar­bei­tern wer­den – wobei  die be­stehen­den und eta­blier­ten Aus­bil­dungs­me­tho­den nicht er­setzt, son­dern er­gänzt wer­den sol­len.

Das Coa­ching folgt hier­bei dem Grund­satz: „For­dern und för­dern“. Dem Azubi wird eine an­spruchs­vol­le Auf­ga­be ge­stellt, wel­che er in kom­plet­ter Ei­gen­ver­ant­wor­tung lösen soll. Der Aus­bil­der nimmt aus­schlie­ß­lich die Rolle des Be­ra­ters ein. Wich­tig ist, ge­wis­se Re­geln und Aus­wir­kun­gen zu be­ach­ten: 

  • Durch das Coa­ching soll bei einem Mi­ni­mum an Vor­ga­ben ein Ma­xi­mum an Be­tei­li­gung des Azu­bis er­reicht wer­den.
  • Lern­stil, Tempo, Rich­tung wer­den vom Azubi be­stimmt, nicht vom Aus­bil­der.
  • Der Ju­gend­li­che lernt durch Feh­ler und Um­we­ge – sie soll­ten also be­wusst zu­ge­las­sen wer­den.
  • Ge­mein­sa­me Re­fle­xi­on und Aus­wer­tung sind es­sen­zi­ell für einen er­folg­rei­chen Ab­schluss und den Lern­er­folg.
  • Es bie­tet sich an, ein Azubi-Pro­jekt ganz in Ei­gen­re­gie zu star­ten.

Unser Team-Mit­glied Lukas Fel­ten, mit 21 Jah­ren selbst Teil der Ge­ne­ra­ti­on Z, er­klär­te, nach­dem er das Kon­zept ken­nen­ge­lernt hatte: „Coa­ching als Teil der Aus­bil­dung zu eta­blie­ren, stellt für mich eine große Chan­ce dar, die Aus­bil­dung fle­xi­bler und span­nen­der zu ge­stal­ten. Viele mei­ner Freun­de kla­gen häu­fig über Fron­tal­un­ter­richt, ver­al­te­te Un­ter­richts­tech­ni­ken und Lan­ge­wei­le in ihrer Aus­bil­dung. Da­durch lei­det selbst­ver­ständ­lich die Mo­ti­va­ti­on und schluss­end­lich der Aus­bil­dungs­er­folg für beide Sei­ten. Durch ei­gen­stän­di­ge Pro­jek­te mit der Mög­lich­keit zur Hilfe, wann immer man sie be­nö­tigt, kann genau diese Mo­ti­va­ti­on neu ent­facht wer­den. Ne­ben­bei ler­nen wir Jun­gen noch deut­lich ef­fek­ti­ver, was es be­deu­tet, Pro­ble­me ei­gen­stän­dig zu lösen, statt wie bis­her uns immer auf die El­tern be­zie­hungs­wei­se die Aus­bil­der zu ver­las­sen.“

Un­ter­neh­men, die ihre Aus­bil­dung um­stel­len wol­len, müs­sen na­tür­lich be­ach­ten, dass die­ser An­satz der Kom­pe­tenz­ent­wick­lung mehr Zeit in An­spruch nimmt als die tra­di­tio­nel­le Vier-Stu­fen-Me­tho­de, in der die Kom­pe­ten­zen nur er­klärt, nicht er­wor­ben wer­den. Des­halb ist es wich­tig, die­sen Coa­ching-An­satz, wie be­reits ge­sagt, nicht als Aus­bil­dungs­al­ter­na­ti­ve, son­dern als sinn­vol­le Er­gän­zung  zu sehen.

Bei ge­ne­rel­len Fra­gen zum Coa­ching-An­satz oder zur kon­kre­ten Um­set­zung in­ner­halb Ihres Un­ter­neh­mens ste­hen wir gerne unter der Mail­adres­se: ➔ team@​karinbacher-​consultants.​de zur Ver­fü­gung. 

Die Angst vor Entscheidungen

Angst vor Entscheidungen

 

Warum fällt es vie­len Men­schen so schwer, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen? Diese Frage lässt sich nicht ganz ein­fach be­ant­wor­ten. Neu­lich in einem Se­mi­nar schau­ten mich acht Au­gen­paa­re der an­we­sen­den Füh­rungs­kräf­te ge­spannt an: „Die Ent­schei­dung, die sie ge­trof­fen haben, war in die­sem Mo­ment die rich­ti­ge.“Wei­ter unten gebe ich ein paar Tipps, um Ent­schei­dun­gen leich­ter zu ma­chen und um zu ver­ste­hen, was es mit der in­ne­ren Op­po­si­ti­on auf sich hat.Was neben dem Selbst­ma­nage­ment und der an­ge­wand­ten Me­tho­dik für Füh­rungs­kräf­te jetzt aber min­des­tens ge­nau­so wich­tig ist, ist die Selbst­für­sor­ge. Die Pan­de­mie mit So­ci­al Di­s­tan­cing und Ar­bei­ten von zu Hause, ge­paart mit der Schwe­re des grau­en No­vem­bers, stellt für viele mehr als nur eine Her­aus­for­de­rung dar. Was aber be­deu­tet Selbst­für­sor­ge? Es ist eine Hal­tung: Selbst­für­sor­ge ist ein Akt der Zu­wen­dung, ohne dass tat­säch­lich etwas getan wer­den muss.Ich möch­te alle Leser er­mu­ti­gen, es sich zu er­lau­ben, z. B. trau­rig, ge­reizt, ent­täuscht, ver­un­si­chert zu sein. Selbst­für­sor­ge be­deu­tet, sich um sich selbst zu sor­gen: zu­zu­las­sen, was ge­ra­de in einem vor­geht, es nicht ver­drän­gen zu wol­len. Seine Ge­füh­le an­neh­men, sich damit okay füh­len, dass sie da sind, sie nicht be­wer­ten wol­len. Das ist völ­lig in Ord­nung so. Ich z. B. nutze die Me­di­ta­ti­on dazu. Me­di­tie­ren hilft mir seit vie­len Jah­ren, die har­ten An­for­de­run­gen mei­nes Jobs ge­las­sen an­zu­neh­men. Letz­te Woche z. B., als plötz­lich zwei mei­ner Mit­ar­bei­ter auf­grund un­ter­schied­li­cher Er­eig­nis­se mit­ten in Pro­jek­ten und in der Haupt­sai­son aus­fie­len. Das Pro­blem als sol­ches konn­te na­tür­lich nicht weg­ge­zau­bert wer­den, aber durch meine Selbst­für­sor­ge habe ich ver­hin­dert, dass ich auch noch per­sön­li­chen Scha­den nehme.

Ent­schei­dun­gen tref­fen – Übung macht’s leich­ter

„Ein­fach mal raus­ge­hen, was ganz an­de­res ma­chen. Da­durch kom­men manch­mal Ent­schei­dun­gen oder Ideen wie von selbst“, lau­tet einer der Tipps der Be­ra­te­rin und Coa­chin Karin Ba­cher. „Immer dann, wenn ich in einer Sack­gas­se ste­cke, gehe ich raus, spa­zie­ren oder be­schäf­ti­ge mich mit etwas an­de­rem – lese zum Bei­spiel einen Ar­ti­kel, der nichts mit der An­ge­le­gen­heit zu tun hat, die mich ge­ra­de be­schäf­tigt“, führt sie wei­ter aus.„Ent­schei­dun­gen tref­fen“ wurde in den letz­ten Jah­ren immer häu­fi­ger zu einem Stress­fak­tor in Un­ter­neh­men. Grün­de gibt es ei­ni­ge. Die zu­neh­men­de Kom­ple­xi­tät der Auf­ga­ben und die damit zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen füh­ren zu einem Ge­fühl, stän­dig etwas falsch ma­chen zu kön­nen. Hinzu kommt eine man­geln­de Feh­ler­kul­tur in vie­len Un­ter­neh­men: statt Feh­ler als Chan­ce zu sehen, da­zu­zu­ler­nen und es das nächs­te Mal bes­ser zu ma­chen, wer­den sie viel zu häu­fig sank­tio­niert. Und ein drit­ter Grund ist die Angst, dass eine ge­trof­fe­ne Ent­schei­dung ne­ga­ti­ve Kon­se­quen­zen für einen selbst oder an­de­re haben könn­te. Be­son­ders an­fäl­lig dafür, keine Ent­schei­dun­gen tref­fen zu kön­nen, sind Men­schen mit sehr hohen An­sprü­chen an Per­fek­ti­on. Diese Men­schen ste­hen sich häu­fig selbst im Weg.

Hier ein paar ein­fa­che Tipps, um das Ent­schei­dun­gen-Tref­fen ein­fa­cher zu ma­chen:

  1. Druck raus­neh­men 1: über eine wich­ti­ge Ent­schei­dung schla­fen. Oft ist am nächs­ten Tag mehr Klar­heit vor­han­den.
  2. Druck raus­neh­men 2: etwas an­de­res ma­chen, was nichts mit dem Thema oder dem Um­feld zu tun hat, wie z. B. spa­zie­ren gehen, mit Kol­le­gen einen Kaf­fee­plausch ma­chen, Zei­tung lesen …
  3. Sich selbst ver­trau­en: auf ei­ge­ne Kom­pe­ten­zen, Er­fah­run­gen ver­trau­en und selbst­be­wusst Ent­schei­dun­gen tref­fen. Wir haben i.d.R. alles, um uns ent­schei­den zu kön­nen, wenn wir uns die Frei­heit er­lau­ben, sich auf uns selbst zu ver­las­sen.
  4. Me­ta­ebe­ne ein­neh­men: an­statt sich auf Pro­ble­me, Un­si­cher­hei­ten oder Un­wäg­bar­kei­ten zu kon­zen­trie­ren, bes­ser in Lö­sun­gen den­ken. „Was wäre, wenn …?“  Oder be­wusst Ab­stand su­chen, indem man sich selbst Fra­gen stellt wie: „Ist diese Ent­schei­dung in einer Woche oder einem Jahr noch re­le­vant?“ Dies gibt den wich­ti­gen Ab­stand, um ent­spann­ter eine Ent­schei­dung tref­fen zu kön­nen. Am ein­fachs­ten funk­tio­niert das, indem man sich mit je­man­dem dazu aus­tauscht. Ist ge­ra­de kei­ner da, hel­fen Selbst­ge­sprä­che.
  5. Lear­ning by Doing: ein­fach üben, indem immer wie­der klei­ne Ent­schei­dun­gen ge­trof­fen wer­den. Eine be­wuss­te Wahl tref­fen und diese dann durch­zie­hen. Im Coa­ching stel­len wir un­se­ren Kli­en­ten die Haus­auf­ga­be: für jeden Tag der Woche eine Ent­schei­dung tref­fen. Er­staunt sind viele, wie ein­fach es dann ist. Ziel: ein selbst­si­che­res Ge­fühl zu ent­wi­ckeln, indem man in die Selbst­wirk­sam­keit ge­langt. Damit wird au­to­ma­tisch die Angst vor Ent­schei­dun­gen ab­ge­baut.

 

Die in­ne­re Op­po­si­ti­on – Grün­de für Selbst­zwei­fel

Was immer wir tun, wird mehr oder we­ni­ger in­ten­siv und be­wusst von un­se­rer in­ne­ren Op­po­si­ti­on kon­trol­liert. Selbst­zwei­fel be­glei­ten uns ge­le­gent­lich oder sogar häu­fig bei zu tref­fen­den Ent­schei­dun­gen, ob im pri­va­ten oder be­ruf­li­chen Be­reich. War das ge­ra­de rich­tig oder hätte ich doch …? Und soll­te ich nicht bes­ser die­sen Weg neh­men, ob­wohl mir die erste Idee dazu plau­si­bel er­schien? Doch ein Zu­viel an Nei­gung zur Selbst­zen­sur kann eben­so ins Ab­seits füh­ren wie zu wenig davon.Ein schö­nes Bei­spiel für die völ­li­ge Ab­we­sen­heit von Selbst­zwei­feln und von der  Fä­hig­keit zur Selbst­kri­tik bie­tet der sich ge­ra­de ver­ab­schie­den­de US-Prä­si­dent, der sich sei­ner Sache immer voll­kom­men si­cher war und wohl auch nach wie vor ist – im vor­lie­gen­den Fall auch ge­paart mit dem ge­gen­tei­li­gen Ex­trem, dem Ei­gen­lob. Wozu das füh­ren kann, ist der­zeit live im Ne­ga­ti­ven zu be­stau­nen.Men­schen mit aus­ge­präg­tem Selbst­be­wusst­sein fin­den sich häu­fig in Füh­rungs­po­si­tio­nen, wo der ak­ti­ve Um­gang mit Selbst­kri­tik nicht ge­ra­de zu den Stan­dard­dis­zi­pli­nen ge­hört. Gleich­wohl soll­te dies be­son­ders ge­pflegt wer­den, da sonst schnell eine ver­trau­ens­vol­le Zu­sam­men­ar­beit in der Or­ga­ni­sa­ti­on lei­det.Die Selbst­re­fle­xi­on und der Ab­gleich mit dem Fremd­bild sind bis heute in vie­len Un­ter­neh­men unter den Füh­rungs­kräf­ten eine Her­aus­for­de­rung. Wir bei KB Con­sul­tants er­le­ben dies haut­nah, wenn wir klas­si­sche Werk­zeu­ge wie ein 360-Grad-Füh­rungs­feed­back durch­füh­ren und mo­de­rie­ren. Von to­ta­ler Ab­leh­nung bis zu Ängs­ten, aber auch Span­nung und Neu­gier­de, sind alle Ge­füh­le vor­han­den.

Zu Ent­schei­dun­gen ste­hen als Teil des Selbst­ma­nage­ments

Stän­di­ge Un­si­cher­hei­ten und Zau­dern sei­tens einer Füh­rungs­kraft wir­ken sich auch ne­ga­tiv auf die Team­leis­tung aus. Wenn wir das Ge­fühl haben, dass eine Ent­schei­dung wo­mög­lich nicht die beste war, füh­len wir uns in ge­wis­ser Weise auch schwach und an­greif­bar. Dazu ste­hen zu kön­nen, dass man nicht die letz­te Weis­heit für sich ge­pach­tet hat, ist ein Aus­druck ge­sun­den Selbst­be­wusst­seins. Starr­köp­fig­keit und das Be­har­ren auf einer ein­mal ein­ge­nom­me­nen Po­si­ti­on wir­ken da­ge­gen alles an­de­re als stär­kend auf eine Füh­rungs­rol­le. Schnell haben Füh­rungs­kräf­te ihre Re­pu­ta­ti­on ver­lo­ren – ent­we­der, weil sie kaum Ent­schei­dun­gen tref­fen, oder, weil sie nicht zu ihren Ent­schei­dun­gen ste­hen.Das Di­lem­ma, ei­ner­seits nach außen einen kla­ren Stand­punkt zu ver­tre­ten, an­de­rer­seits sich dabei aber nicht von der „in­ne­ren Op­po­si­ti­on“ ver­un­si­chern zu las­sen, setzt die be­wuss­te Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Phä­no­men vor­aus. Ein ein­fa­cher Tipp: Selbst­ge­sprä­che kön­nen dabei hel­fen, das Für und Wider in Ruhe ab­zu­wä­gen und et­wai­ge Un­si­cher­hei­ten vor wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu über­win­den. Klas­si­sche Coa­ching-Me­tho­den wie das „In­ne­re Team“ un­ter­stüt­zen dabei. Und: Unter Druck wer­den sich Selbst­zwei­fel nur umso mehr ver­stär­ken. Des­halb sind eine ef­fi­zi­en­te Zeit­pla­nung und ein gutes Selbst­ma­nage­ment erste Vor­aus­set­zun­gen, um die so wich­ti­ge Selbst­re­fle­xi­on in pro­duk­ti­ve Bah­nen zu len­ken.

Selbst­zwei­fel blo­ckie­ren

Wie wich­tig ein ver­nünf­ti­ges Maß an Selbst­kri­tik ist, dürf­te außer Frage ste­hen. Doch ab wann kann sie sich kon­tra­pro­duk­tiv aus­wir­ken und eine Form der Selbst­sa­bo­ta­ge ein­neh­men? Per­ma­nen­te Selbst­zwei­fel kön­nen der Grund sein für men­ta­le Blo­cka­den, die oft nur mit­hil­fe von außen auf­zu­lö­sen sind. Ob dabei ab­wer­ten­de Be­ur­tei­lun­gen aus der Ver­gan­gen­heit einer Per­son eine Rolle spie­len oder ak­tu­el­le Ein­flüs­se wie zum Bei­spiel fach­li­che Über­for­de­run­gen oder Hemm­nis­se, Ver­ant­wor­tung zu de­le­gie­ren, soll­te er­grün­det wer­den und ist Vor­aus­set­zung für die Auf­he­bung von Selbst­blo­cka­den.

Trotz Corona erfolgreich – mit diesen persönlichen Eigenschaften

Selbstcoaching

 

Mitte Ok­to­ber hielt Karin Ba­cher einen Vor­trag an­läss­lich der Frau­en­wirt­schafts­ta­ge. Und sie lei­te­te zwei Po­di­ums­dis­kus­sio­nen. Thema: „Frau­en aus der Wirt­schaft – wie meis­te­re ich die Co­ro­na­zeit und was lerne ich aus der Krise?“ Bei­des fand vir­tu­ell statt, denn Baden-Würt­tem­berg hatte ge­ra­de die höchs­te Co­ro­na-Warn­stu­fe aus­ge­ru­fen. Da die Po­di­ums­teil­neh­me­rin­nen vie­les ver­bin­det, konn­ten sie den Frau­en im vir­tu­el­len Raum genau das geben, was es jetzt braucht: Mut. 

Ob die In­ha­be­rin eines Con­cept Stores, die Ge­schäfts­füh­re­rin einer Bä­cke­rei mit Fi­li­al­ge­schäft, die HR-Ma­na­ge­rin eines mit­tel­stän­di­schen IT-Un­ter­neh­mens oder die In­ha­be­rin einer Ge­schen­ke­agen­tur für den BtoB-Be­reich – alle zeich­ne­te aus, dass sie trotz aller wid­ri­gen Um­stän­de keine Se­kun­de an sich zwei­fel­ten und ihr Ge­schäft er­folg­reich wei­ter­füh­ren.

Was diese Frau­en aus­zeich­net und sie, wie alle an­de­ren Un­ter­neh­mens­lei­ter sowie Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten, gut durch die Krise bringt, sind fol­gen­de Ei­gen­schaf­ten und Hand­lungs­wei­sen:

Mut: Los­las­sen und neu den­ken. Etwas wagen und sich von be­hin­dern­den Glau­bens­sät­zen be­frei­en, neue Glau­bens­sät­ze su­chen wie „Jetzt erst recht!“   Krea­ti­vi­tät: Nach Lö­sun­gen su­chen, nicht nach Pro­ble­men. Das per­sön­li­che Man­tra von Karin Ba­cher ist üb­ri­gens „Ich bin auf dem Weg, es zu lösen.“

Fokus: Kon­se­quent sein Ziel ver­fol­gen, rich­ti­ge Prio­ri­tä­ten set­zen. Alles an­de­re sein las­sen.

Kom­mu­ni­ka­ti­on: In Kon­takt mit den Mit­ar­bei­tern, Kun­den und Ge­schäfts­part­nern blei­ben, sich aus­tau­schen, ge­mein­sam über Mög­lich­kei­ten dis­ku­tie­ren. Auf der per­sön­li­chen Ebene Im­pul­se geben – wie klei­ne Ges­ten, eine nette Karte z. B.

Hal­tung: Statt den Kopf in den Sand zu ste­cken, sich Ge­dan­ken ma­chen, wie man diese Zeit er­folg­reich über­ste­hen kann mit den ei­ge­nen Stär­ken, die ge­ra­de jetzt ge­nutzt wer­den müs­sen.

An sich den­ken: Sich re­gel­mä­ßig selbst etwas Gutes tun, um stark zu blei­ben für sich, die Mit­ar­bei­ter, für Fa­mi­lie und Part­ner. Raus in die Natur bei­spiels­wei­se, Sport trei­ben, sich etwas Schö­nes gön­nen – also das Ne­ga­ti­ve kom­pen­sie­ren.

Netz­wer­ken: Jetzt ist die Zeit für die so­zia­len Me­di­en, für vir­tu­el­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men – ein­fach mal Neues aus­pro­bie­ren! 

In die­sem Sinne allen viel Er­folg und Mut in den nächs­ten Mo­na­ten! Und wer  Stär­kung durch Coa­ching braucht – wir sind je­der­zeit für Sie da:

➔ team@karinbacher-consultants.de

Schön und gut?

 

Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che schau­en bei der Vor­auswahl von Be­wer­bern oft ge­nau­er hin, als es im Sinne einer qua­li­ta­ti­ven Ein­schät­zung ziel­füh­rend ist. Dabei ist das Hin­schau­en hier wört­lich ge­meint, denn sie be­wer­ten Kan­di­da­ten, oft auch un­be­wusst, ein­fach nach dem Aus­se­hen. Eine Falle – in der Psy­cho­lo­gie „At­trak­ti­vi­täts­ste­reo­typ“ ge­nannt –, in die al­ler­dings nicht nur Pro­fis tap­pen. Die weit­ver­brei­te­te Ein­stel­lung „was schön ist, muss auch gut sein“ lässt uns un­ge­wollt auch bei Men­schen vom guten Aus­se­hen auf eben­sol­che Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten schlie­ßen.

Wie be­reits die Stu­die „Be­au­ty­check“ eines For­scher­teams der Uni­ver­si­tät Re­gens­burg im Jahr 2011 ergab, bei der 500 Ver­suchs­per­so­nen rund 100 Frau­en- und Män­ner­fo­tos vor­ge­legt wur­den. Diese zeig­ten am Com­pu­ter ge­mor­ph­te durch­schnitt­li­che, schö­ne und we­ni­ger schö­ne „Kunst“-Ge­sich­ter. Mit einem ein­deu­ti­gen Er­geb­nis, laut einem vor einem knap­pen Jahr er­schie­ne­nen Ar­ti­kel der Süd­deut­schen Zei­tung: „Die un­at­trak­ti­ven be­ka­men schlech­te­re Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten zu­ge­schrie­ben, die at­trak­ti­ven Ge­sich­ter durch­weg po­si­ti­ve.“

Dass sym­me­tri­sche Ge­sichts­zü­ge, die auf Ge­sund­heit und gute Gene schlie­ßen las­sen, auch bei der Job­su­che hel­fen, kann für Be­wer­ber ein Vor­teil sein. Für die ein­stel­len­den Un­ter­neh­men je­doch stellt es nicht sel­ten eine Fehl­ent­schei­dung dar, da auf die best­mög­li­che Be­set­zung durch we­ni­ger at­trak­ti­ve Kan­di­da­ten ohne Not ver­zich­tet wurde.

Un­ter­su­chun­gen dazu, bei denen auf reale Stel­len­an­ge­bo­te in­halt­lich gleich­wer­ti­ge Be­wer­bungs­schrei­ben mit un­ter­schied­li­chen Fotos ein­ge­reicht wur­den, be­le­gen dies ein­deu­tig. Be­wer­bun­gen mit ge­schön­ten Fotos haben zu deut­lich mehr Ein­la­dun­gen ge­führt als sol­che mit Durch­schnitts­ge­sich­tern.

Der Wirt­schafts­psy­cho­lo­ge und Co-Autor der Be­au­ty­check-Stu­die stellt dort wei­ter­hin fest: „At­trak­ti­ve Men­schen wer­den für in­tel­li­gen­ter, ge­sel­li­ger, freund­li­cher, ehr­li­cher, hilfs­be­rei­ter ge­hal­ten.“ Auch als „Halo-Ef­fekt“ be­kannt (ab­ge­lei­tet vom eng­li­schen „halo“ = „Glo­ri­en­schein“), der uns schö­ne Men­schen au­to­ma­tisch sym­pa­thisch er­schei­nen lässt. Und dass im Beruf das At­trak­ti­vi­täts­ste­reo­typ erst recht greift, ist vor allem bei weib­li­chen Job­su­chen­den nur allzu be­kannt.   

Viele Ent­schei­der gehen nun ein­mal davon aus, dass zum Bei­spiel Au­ßen­dienst­mit­ar­bei­ter mit einem sym­pa­thi­schen Äu­ße­ren im Zwei­fel mehr für ihr Un­ter­neh­men er­rei­chen kön­nen als sol­che mit einem eher un­ter­durch­schnitt­li­chen Er­schei­nungs­bild. Ob je­mand al­ler­dings den äu­ßer­li­chen Vor­teil auch mit einem eben­so sym­pa­thi­schen Auf­tre­ten ver­bin­den kann (oder sogar mit der Per­for­mance, auf die es ja ei­gent­lich an­kommt), bleibt bei der blo­ßen Sich­tung von Be­wer­bungs­un­ter­la­gen na­tür­lich un­be­ant­wor­tet.  

Dass at­trak­ti­ve Men­schen all­ge­mein als in­tel­li­gen­ter, ge­sün­der und leis­tungs­fä­hi­ger an­ge­se­hen wer­den, macht die Ar­beit von Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen nicht ge­ra­de ein­fa­cher. Als neu­tra­le Be­ra­ter un­ter­stüt­zen wir bei Karin Ba­cher Con­sul­tants Un­ter­neh­men bei der Vor­auswahl und bei As­sess­ments von Be­wer­bern.

Wir freu­en uns über An­fra­gen: team@​karinbacher-​consultants.​de

Coaching – aber richtig!

Karin Bacher Consultants - Coaching

 

Das Thema Coa­ching ist auf allen Füh­rungs­ebe­nen immer mehr zu einem ent­schei­den­den Fak­tor für lang­fris­tig er­folg­rei­che Ar­beit ge­wor­den. Da sich die An­for­de­run­gen ans Ma­nage­ment stän­dig er­wei­tern, kann eine kom­pe­ten­te ex­ter­ne Un­ter­stüt­zung we­sent­lich dazu bei­tra­gen, Hin­der­nis­se der ver­schie­dens­ten Art zu über­win­den.  Seien es be­trieb­li­che Pro­blem­stel­lun­gen, ty­pi­sche Füh­rungs­the­men bis hin zur Ge­win­nung der per­sön­li­chen Re­si­li­enz, die ge­ra­de auch für die ge­for­der­te hohe Leis­tungs­kraft auf der Füh­rungs­ebe­ne eine wich­ti­ge Rolle spielt. Diese Her­aus­for­de­run­gen gilt es im Sinne einer ziel­ge­rich­te­ten „Hilfe zur Selbst­hil­fe“, wie Coa­ching auch oft ge­nannt wird, zu meis­tern.   In Kri­sen­zei­ten wird ei­ni­gen sehr be­wusst, wie hilf­reich eine ex­ter­ne Un­ter­stüt­zung sein kann. Lei­der gibt es aber ge­ra­de jetzt ei­ni­ge un­se­riö­se An­bie­ter, die die Pan­de­mie nut­zen wol­len. Wor­auf soll­ten Füh­rungs­kräf­te und Un­ter­neh­men für ihre Per­so­nal­ent­wick­lung ach­ten, bei der Aus­wahl von Coa­ches? Hier die fünf wich­tigs­ten Tipps:

  1. Er­fah­rung – wer noch nie Füh­rungs­kraft war, der stellt auch nicht die rich­ti­gen Fra­gen oder er­kennt keine wich­ti­gen Zu­sam­men­hän­ge.
  2. Kom­pe­tenz – wie viele Coa­chings hat der Coach durch­ge­führt? Wel­che Emp­feh­lun­gen hat er von Kun­den? 
  3. Se­rio­si­tät - ein Erst­ge­spräch soll­te kos­ten­los sein (i. d. R. max. 30 Min.) und der Coach soll­te sich von ma­ni­pu­la­ti­ven Prak­ti­ken di­stan­zie­ren. Ver­spre­chen, als Coach alle Pro­ble­me lösen zu kön­nen sind eben­falls un­se­ri­ös. 
  4. Ver­trau­en – Kli­en­ten soll­ten auf ihr Bauch­ge­fühl hören, wie ist die At­mo­sphä­re? Hört der Coach zu oder kennt er schon Lö­sun­gen für ein kaum aus­ge­spro­che­nes Pro­blem?
  5. Of­fe­ne Preis­ge­stal­tung und Kün­di­gung - wie viele Coa­ching-Ein­hei­ten be­nö­tigt wer­den ist manch­mal schwer ein­zu­schät­zen, des­we­gen ist ein Pas­sus für den Kli­en­ten für einen je­der­zeit mög­li­chen Aus­stieg wich­tig. Die Preis­an­ga­ben soll­ten kor­rekt aus­ge­wie­sen sein, z. B. was be­deu­tet eine Coa­ching-Ein­heit, eine, zwei Stun­den, sind 45 Mi­nu­ten oder 60 Mi­nu­ten eine Stun­de?
Corona: Aktuelle Verfügbarkeiten Team Karin Bacher Consultants

Karin Bacher Consultants

 

Für Coa­chings und Be­ra­tun­gen steht unser Team ab 02. Juni 2020 wie­der voll­stän­dig zur Ver­fü­gung, selbst­ver­ständ­lich unter Be­ach­tung der ak­tu­el­len hy­gie­ni­schen Vor­schrif­ten.

Te­le­fo­ni­sche Er­reich­bar­keit wie­der mon­tags-frei­tags von 09:00 bis 17:00 Uhr.  Wir haben auf­grund der gro­ßen Nach­fra­ge un­se­re Ka­pa­zi­tät für den Be­reich men­ta­les Coa­ching und Trai­ning auf­ge­stockt! Wir bit­ten darum, An­fra­gen aus­schlie­ß­lich über un­se­re team-Adres­se zu stel­len: ➔ team@​karinbacher-​consultants.​de. Wir mel­den uns um­ge­hend, ver­spro­chen!  

Bis auf Wei­te­res fin­den Coa­chings oder Work­shops mit ma­xi­mal drei Per­so­nen bei uns in den Räu­men statt. Wir schüt­zen damit die Ge­sund­heit un­se­rer Kun­den und Mit­ar­bei­ter. Work­shops mit meh­re­ren Per­so­nen beim Kun­den oder in öf­fent­li­chen Räu­men stim­men wir nur bei Be­din­gun­gen zu, die die Ein­hal­tung des Min­dest­ab­stands ge­währ­leis­ten. Wie sonst auch: Coa­chings, Work­shops, Be­spre­chun­gen gerne auch über Skype for Busi­ness, MS TEAMS, ZOOM oder ähn­li­ches.  

Ein gro­ßes, herz­li­ches Dan­ke­schön an alle un­se­re Kun­den und Ge­schäfts­part­ner, die mit uns die letz­ten Wo­chen trotz vie­ler Wid­rig­kei­ten ver­bracht haben. Wir sind ge­rührt von dem Re­spekt und der Wert­schät­zung, den Be­geg­nun­gen – ob vir­tu­ell oder live – kurz, von all dem was uns Po­si­ti­ves wi­der­fah­ren ist.

Karin Ba­cher und Team

 

Karin Bacher Consultants
Karl-Bührer-Str. 22
D-75177 Pforzheim
Fon: +49 (0) 7231 4628 631
E-Mail: info(at)karinbacher-consultants.de

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